Kleinigkeiten
26. November 2009
sind doch das größte.
Ich musste so lachen als mir das eingefallen ist heute.
Eine meiner besten Weihnachtserinnerungen.
Du hast einen bunten fisher price Kassettenrekorder bekommen.
Und es ging unmittelbar los,
dein Generve,
die lästigen Interviews,
das sinnlose brummen ins Mikro,
das Laut- und Leisedrehen.
Damals wäre ich dir am liebsten an die Gurgel,
hätte dich gerne Bravo Traube-mäßig gefoltert.
Sowas kommt in den Abspann.
Meine Outtakes.
Hasenherzchen
25. November 2009
in die Luft gemalt.
Mal sehen, woher der Wind weht.
Und wohin der Hase dann läuft.
excusez moi.
23. November 2009
Ich muss mich entschuldigen,
ich habe dir wohl falsche Informationen gegeben.
Das Wesen, dass ich für ein Einhorn hielt,
von dem ich dir so eifrig erzählte,
ist bei näherer Betrachtung doch nur ein Esel.
Mal eben
22. November 2009
in den Sand setzen.
Das wäre doch eigentlich ganz angenehm jetzt.
Seltsame Sache.
Sonntagabend mit Freunden.
22. November 2009
Ohrenschmaus.
22. November 2009
Was für ein Tag für meine Lauscher-
heute gabs einige Knaller,
wie etwa die Anzeigentafel im Flughafen,
die so gut klappert wenn sich Flüge ändern,
oder der Klang meiner Schreibmaschine,
die ich so lange unberührt gelassen habe-
aber sie nimmt es mir nicht übel, sondern hilft mir gerade dabei
die schönsten Erlebnisse der letzten Tage auf Papier zu bringen.
Am meisten leiden wohl meine Hände an unserer Trennung.
Die Nägel sind abgekaut und nikotingelb.
Ich hoffe, die kommen wieder auf die Beine.
Der erste Schnee
20. November 2009
ist immer etwas weißer.
Ich kann dich kaum erwarten.
Puder für diese häßliche Welt.
Für Funkeln in meinen Augen.
Vorbei
20. November 2009
ist die Mittagsmüdigkeit!
Manchmal,
wenn ich dich um mich habe,
fühle ich mich wie eine Bockwurst, die zu lange in der Mikrowelle liegt-
ich koche und kurz darauf platze ich und alles eklige aus meinem Innenleben flattert dir entgegen.
Meistens bleibe ich aber doch lieber der kleine Fruchtzwerg.
Flüstern
20. November 2009
sollten wir alle mal, einen Tag lang.
Ich dachte
ich habe dich gefunden,
ziemlich gut sogar.
Ich vermisse die sinnlosen Laute, die du so von dir gibst.
Und deine Liebe fürs Detail.
Um es mit einer Weisheit mit Seinfield auszudrücken:
„I will never understand why they cook on TV. I can’t smell it. Can’t eat it. Can’t taste it. The end of the show they hold it up to the camera, ‘Well, here it is. You can’t have any. Thanks for watching. Goodbye.’“
Du bist Alfreds Sonntagsbraten.
Wir sind im wilden Westen aufgewacht,
im ARD oder ZDF.
Ich mach es kurz:
Wie gut, dass du da warst.
Mit dir ist alles so simpel.
Besser ausgedrückt, mit dir sind gerade die simplen Sachen hervorragend.
Du gibst den Dingen Leben,
bringst mir Futter fürs Gehirn,
Wärme ins Herz,
und auch ein bisschen Erfrischung.
Wären da nicht die 300 km die uns in der Regel das Zusammensein erschweren.
Als Kind bekommt man Vieles aufgetischt,
Spinat, der einem Superkräfte verleiht,
Schlaf- und Nikoläuse,
die wildesten Märchen eben,
und bei vielen dieser Geschichtchen war mir egal, dass ich eines Tages herausfinden musste, dass das alles erstunken und erlogen ist,
außer bei dieser einen, bestimmten-
als Kind habe ich es geliebt, mir Muscheln ans Ohr zu halten
und ich war davon überzeugt, darin ist ein Stück Meer
ich verfluche den Menschen, der mir das ausgeredet hat,
denn der Gedanke ist so schön,
dass es einfach egal sein sollte, ob das nun der Wahrheit entspricht oder nicht.
Ich tu es immernoch, gelegentlich,
aber es ist einfach nicht mehr das gleiche.
Ich wünsche mir ein wieder-gut-mach-Date,
einfach gemütliches rumlungern und über die schönen Dinge des Lebens philosophieren,
die häßlichen mal eben ausblenden,
und dann im Guten auseinander gehen.
Das sollte man einführen.
